Starke Moral nach der Pause

Schiedsrichter: Oskar KühleLinienrichter: Ralf Christ, Julian Schnaars
Zuschauer: 100
3:3-Unentschieden in Nortorf
Spielbericht vom 31. Oktober 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Starke Moral nach 3:1-Rückstand: Wir erkämpfen uns einen Punkt in Nortorf
TuS Nortorf – Heikendorfer SV 3:3 (3:1)
Ein Punkt für die Tabelle, ein großer Schritt für die Moral. Wir haben uns am letzten Spieltag der Hinrunde beim Tabellendritten TuS Nortorf nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand zurückgekämpft und ein 3:3 erreicht. Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit zeigten wir nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Gesicht und belohnten uns für eine leidenschaftliche Aufholjagd.
Dabei hatten wir uns für die Auswärtsfahrt nach Nortorf einiges vorgenommen. Nach dem wichtigen Heimsieg gegen Hattstedt wollten wir an die gute Leistung anknüpfen und auch beim starken Mitaufsteiger etwas mitnehmen. Dass uns das nicht von Beginn an gelang, zeigte sich allerdings schnell.
Nortorf nutzt unsere Fehler konsequent aus
In der ersten Halbzeit fanden wir nur schwer in die Partie. Gegen den Ball fehlte uns die nötige Griffigkeit, wir standen häufig zu weit von unseren Gegenspielern entfernt und ließen den Gastgebern zu viele Räume. Gerade bei den Gegentreffern eins und drei machten wir es Nortorf zu einfach.
Nach einem langen Ball, der per Kopf verlängert wurde, stand Jöhnk richtig und brachte die Gastgeber bereits in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Auch beim zweiten Treffer waren wir nicht nah genug an den Gegenspielern. Nortorf kombinierte sich sehenswert durch unsere Defensive und Lucht erhöhte in der 11. Minute auf 2:0.
Wir mussten uns schütteln, fanden aber zunächst nicht die nötige Sicherheit in unserem Spiel. Zu häufig waren unsere Aktionen mit dem Ball unsauber und ungenau. Zudem fehlte uns der Mut, die Räume konsequenter zu nutzen und selbst mehr Druck nach vorne zu entwickeln.
In der 37. Minute keimte dann wieder Hoffnung auf. Nach einem Abstimmungsproblem in der Nortorfer Defensive war Jack Palm zur Stelle und verkürzte auf 1:2. Doch statt mit diesem Anschlusstreffer neues Selbstvertrauen für die Schlussphase der ersten Halbzeit zu sammeln, kassierten wir kurz vor dem Pausenpfiff den nächsten Rückschlag. Nach einem langen Einwurf stimmte unsere Zuordnung nicht, Böttcher nutzte die Situation und stellte auf 3:1.
Ein Halbzeitstand, der aus unserer Sicht vor allem deshalb ärgerlich war, weil wir dem Gegner durch einfache Fehler zu viele Möglichkeiten eröffnet hatten.
Ein anderes Gesicht nach der Pause
In der Kabine war klar, dass wir uns deutlich steigern mussten. Und genau das gelang uns nach dem Seitenwechsel. Wir kamen wesentlich bissiger aus der Kabine, waren näher an unseren Gegenspielern und gingen entschlossener in die Zweikämpfe. Nortorf konnte nicht mehr so präsent auftreten wie noch im ersten Durchgang, während wir zunehmend besser in die Partie fanden.
Der Lohn folgte in der 56. Minute. Nach einem individuellen Fehler der Gastgeber schaltete Jack Palm schnell und traf mit seinem zweiten Tor des Tages zum 2:3. Plötzlich war wieder alles möglich.
Mit dem Anschlusstreffer kehrte auch der Glaube zurück. Wir verteidigten nun deutlich konsequenter, arbeiteten als Mannschaft gegen den Ball und setzten immer wieder eigene offensive Akzente. Nortorf war im Ballbesitz nicht mehr so dominant.
In der 74. Minute wurden wir schließlich für unseren Einsatz belohnt. Nach einer Standardsituation kam Innenverteidiger Kalvi Rumohr zum Abschluss und erzielte den viel umjubelten 3:3-Ausgleich. Aus einem Zwei-Tore-Rückstand hatten wir uns zurückgekämpft und die Partie wieder völlig offengestaltet.
Leidenschaft sichert den Auswärtspunkt
In der Schlussviertelstunde ging es darum, den erkämpften Punkt nicht mehr aus der Hand zu geben. Nortorf versuchte noch einmal, den Siegtreffer zu erzielen, und wir mussten zwei bis drei brenzlige Situationen überstehen. Doch wir warfen uns in die Zweikämpfe, verteidigten leidenschaftlich und hielten gemeinsam dagegen.
Gleichzeitig bot sich uns sogar noch die große Möglichkeit, die Partie komplett zu drehen. Yannick Meenken hatte die Chance zum 4:3, doch der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen. Am Ende blieb es beim 3:3.
Ein Punkt, der uns guttut
Natürlich können und müssen wir die erste Halbzeit kritisch aufarbeiten. Zu viele einfache Fehler, zu wenig Zugriff gegen den Ball und fehlender Mut im eigenen Spiel machten es dem Tabellendritten zunächst leicht. Umso wichtiger war die Reaktion nach der Pause. Wir haben gezeigt, dass wir uns auch nach einem deutlichen Rückstand nicht aufgeben und als Mannschaft zurückkommen können.
Dass wir beim Tabellendritten nach einem 1:3 noch einen Punkt mitnehmen, ist für unsere Moral enorm wichtig. Nortorf hatte die Möglichkeit, die Partie frühzeitig zu entscheiden, doch wir haben uns mit Leidenschaft und Einsatz zurückgekämpft.
Unser Fazit:Eine schwache erste Halbzeit, eine starke Reaktion nach der Pause und ein verdient erkämpfter Auswärtspunkt. Diesen nehmen wir gerne mit nach Heikendorf.
Ein großes Dankeschön an alle, die uns nach Nortorf begleitet und vor Ort unterstützt haben!
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Freitag wartet die nächste große Herausforderung auf uns. Unter Flutlicht empfangen wir im heimischen Sportpark den Spitzenreiter TSV Kronshagen.


























